Heilpflanze des Monats

Beinwell - kein Anglizismus, sondern eine in der Volksmedizin sehr beliebte Heilpflanze...

Der Beinwell - Symphytum officinale L.

Der Beinwell ist eine mehrj├Ąhrige, borstig behaarte, bis zu 1,5 m hoch wachsende Staude. Die glockenf├Ârmigen Bl├╝ten sind rotviolett oder gelblichwei├č gef├Ąrbt.

Die Pflanze ist in fast ganz Europa beheimatet. Exportl├Ąnder der Droge sind Bulgarien, Polen, Rum├Ąnien und Ungarn.

Fr├╝her in der Volksmedizin sehr beliebt, ist die Verwendung des Beinwells jedoch aufgrund seiner toxischen Inhaltsstoffen (s.Hinweise) heute nur auf die ├Ąu├čerliche Anwendung beschr├Ąnkt. Medizinisch verwendet werden das Kraut und die frische oder getrocknete Wurzel.

Anwendung:
Wurzel und Kraut des Beinwells sind reich an Schleimstoffen, das die Wundheilung und Geweberegeneration f├Ârdernde Allantoin und Gerbstoffen. F├╝r die Bl├Ątter ist eine entz├╝ndungshemmende und schmerzstillende Wirkung im Tierversuch nachgewiesen worden, die auf die in den Bl├Ąttern enthaltene Rosmarins├Ąure zur├╝ckgef├╝hrt wird. Zubereitungen aus Beinwell werden daher bei stumpfen Verletzungen, wie Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen angewandt. Die ├Ąu├čere Anwendung soll auch die Heilung von Knochenbr├╝chen unterst├╝tzen.

Alle Pflanzenteile enthalten z.T. betr├Ąchtliche Mengen an toxischen Pyrrolizidinalkaloiden (s. Hinweise), daher sollten Zubereitungen des Beinwells nur ├Ąu├čerlich auf unverletzter Haut angewendet werden.

Dosierung:
Da der Gehalt an toxischen Pyrrolizidinalkaloiden von Pflanze zu Pflanze stark schwanken kann, sollten nur Fertigarzneimittel in Form von Salben, Pasten oder anderen ├Ąu├čerlich anzuwendenden Zubereitungen verwendet werden. F├╝r diese Zubereitungen ist ein H├Âchstgehalt an Pyrrolizidinalkaloiden vorgeschrieben, wobei die Tagesmenge 0.1 mg nicht ├╝berschreiten darf. Die in der Packungsbeilage genannte Dosierungsempfehlung darf nicht ├╝berschritten werden!

Zubereitungen:
Es sind zahlreiche ├Ąu├čerlich anzuwendende Pr├Ąparate (Salben, Pasten) zur Behandlung von stumpfen Verletzungen und rheumatischen Erkrankungen im Handel.

Hinweise:

  • Nicht w├Ąhrend Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!
  • Nicht innerlich anwenden!
  • Nicht bei verletzter Haut anwenden! Auch die Anwendung auf intakter Haut sollte nur nach R├╝cksprache mit dem Arzt erfolgen. Bei entz├╝ndeter oder verletzter Haut kann nicht ausgeschlossen werden, dass Pyrrolizidinalkaloide aufgenommen werden.
  • Nicht l├Ąnger als 4 bis 6 Wochen pro Jahr anwenden!
Der Beinwell enth├Ąlt in allen Pflanzenteilen toxische unges├Ąttigte Pyrrolizidinalkaloide, die sich in Langzeituntersuchungen als lebertoxisch, kanzerogen und mutagen erwiesen haben. Diese Verbindungen stehen auch im Verdacht, bei Langzeitanwendung Venenthrombosen f├Ârdern zu k├Ânnen. Daher ist von einer innerlich Einnahme dieser Verbindungen abzusehen.

F├╝r die ├Ąu├čerliche Anwendung gelten Beschr├Ąnkungen in der Dosierung und Anwendungsdauer.

Bild: Isolde Altersberger, Henriette Kress

Quelle: www.heilpflanzen-suchmaschine.de
© Mit freundlicher Genehmigung von HEXAL AG

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