Aktuelle Zuzahlungsregelungen

Zuzahlungsbetr├Ąge

Arzneimittel

Entscheidend f├╝r die H├Âhe der Zuzahlung ist der Arzneimittelpreis:

Bei Arzneimitteln betr├Ągt die Zuzahlung 10 Prozent des Preises des Arzneimittelpreises, mindestens aber 5 Euro und h├Âchstens 10 Euro. Und niemals mehr als der Arzneimittelpreis. Bei Arzneimittelpreisen unter 5 Euro tr├Ągt in der Regel der Patient die Kosten des Arzneimittels. Es f├Ąllt dann keine weitere Zuzahlung an, hier wird der Arzneimittelpreis f├Ąllig. (Insofern liegt die Zuzahlung genau genommen bei 100%!)

Viele Arzneimittel sind im Einzelfall schon von der Zuzahlung befreit. Weiter unten finden Sie dazu mehr, u.a. auch eine aktuelle Pr├Ąparateliste.

Im Prinzip sind nur noch rezeptpflichtige Medikamente erstattungsf├Ąhig. Bei bestimmten Erkrankungen werden jedoch auch rezeptfreie Arzneimittel von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Und zwar k├Ânnen solche Arzneimittel erstattet werden, die der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) nicht ausgeschlossen hat. Bestimmte Wirkstoffe und auch einige pflanzliche und hom├Âopathische Heilmittel k├Ânnen so erstattet werden. Gesetzlich Versicherte k├Ânnen bei ihrer Krankenkasse erfragen, ob sie auch rezeptfreie Arzneimittel erstattet. Die Krankenkassen sind per Gesetz dazu befugt, und sie nutzen dies mehr und mehr als Wettbewerbsmittel.

Arzneimittellieferengpassbek├Ąmpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG)

Mit dem ALBVVG wurde der f├╝r die Zuzahlung ma├čgebliche ┬ž 61 Sozialgesetzbuch V um zwei besondere Konstellationen erg├Ąnzt:

1. F├╝r den Fall, dass das verschriebene Arzneimittel in der verordneten Packungsgr├Â├če nicht verf├╝gbar ist und daher gegen mehrere kleinere Packungen ausgetauscht wird, zahlt der Patient die Zuzahlung f├╝r die verordnete Packungsgr├Â├če und nicht mehr Zuzahlungen f├╝r mehrere ausgegebene kleinere Packungen.
2. F├╝r den Fall, dass das verschriebene Arzneimittel in der verordneten Packungsgr├Â├če nicht verf├╝gbar ist und daher eine Teilmenge aus einer gr├Â├čeren Packung entnommen wird, zahlt der Patient die Zuzahlung f├╝r die verordnete Packungsgr├Â├če und nicht mehr die Zuzahlung f├╝r die zur Teilmengenausgabe verwendete gr├Â├čere Packung.

Arzneimittel-Sparpaket

Der Bundesrat hat 2006 den Weg f├╝r das Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung (Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz, kurz AVWG) frei gemacht.

Im Rahmen dieses Gesetzes sieht der Gesetzgeber vor, dass Arzneimittel, deren Preis mindestens 30 Prozent g├╝nstiger ist als der vorgesehene Festbetrag f├╝r vergleichbare Wirkstoffe, von den Spitzenverb├Ąnden der gesetzlichen Krankenkassen von der gesetzlichen Zuzahlung befreit werden k├Ânnen. Voraussetzung ist, dass f├╝r die Krankenkassen hieraus eine Ersparnis resultiert.

Mit dem GKV-Wettbewerbsst├Ąrkungsgesetz (WSG) von 2007 wurde zudem die M├Âglichkeit er├Âffnet, dass Krankenkassen nach Abschluss eines so genannten Rabattvertrages mit Arzneimittelherstellern ihre Versicherten an den Rabatten f├╝r betreffende Pr├Ąparate beteiligen, indem sie diese zu 50% oder gar zu 100% von der Zuzahlung f├╝r diese Pr├Ąparate befreien. Da sich die ausgehandelten Preise st├Ąndig ├Ąndern, und auch nicht jede Krankenkasse f├╝r jedes Medikament einen Rabatt ausgehandelt hat, kann es sein, dass man f├╝r ein und dasselbe Medikament die volle, die halbe oder gar keine Zuzahlung leisten muss. Das h├Ąngt immer von dem Rabattvertrag und damit von der Krankenkasse und dem jeweiligen Zeitpunkt ab.

Info Rabattvertr├Ąge: "Warum erhalte ich in der Apotheke ein anderes Medikament, als mir der Arzt verordnet hat?"

Aktuelle Zuzahlungsbefreiungsliste f├╝r Medikamente.

Hilfsmittel

Die Regelung f├╝r Arzneimittel gilt grunds├Ątzlich auch f├╝r Hilfsmittel.

F├╝r zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel gilt eine Zuzahlung von 10 Prozent des Preises, jedoch h├Âchstens 10 Euro f├╝r den Monatsbedarf je Indikation.

Massagen etc.

Die Regelung f├╝r Arzneimittel gilt grunds├Ątzlich auch f├╝r Massagen etc.

Praxisgeb├╝hr

Mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Regelung des Assistenzpflegebedarfs in station├Ąren Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen stimmte das Parlament auch dem Wegfall der Praxisgeb├╝hr zum 1. Januar 2013 zu. Somit sind von da an bis auf Weiteres keine Praxisgeb├╝hren mehr zu zahlen.

Aktuelle Zuzahlungsregelungen

Mit der in 2004 vom Gesetzgeber beschlossenen Erh├Âhung der Zuzahlungen sollen die Eigenverantwortung der Versicherten f├╝r ihre Gesundheit gest├Ąrkt und die gesetzliche Krankenversicherung finanziell entlastet werden.

Dazu sollen Sie nach Meinung des Gesetzgebers auch in der Apotheke Ihren Beitrag leisten. Ihre Apotheke ist durch die Beschl├╝sse des Deutschen Bundestags zur Gesundheitsreform gesetzlich verpflichtet, Zuzahlungen von ihren Kunden zu erheben.

Diese Summe flie├čt in voller H├Âhe zur Minderung der Ausgaben an die jeweilige gesetzliche Krankenkasse und verbleibt nicht in der Kasse Ihrer Apotheke.

Worauf Sie achten sollten

Zuzahlungsbefreiung und Zuzahlungsobergrenzen

Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind weiterhin von jeder Zuzahlung befreit.

Neue Zuzahlungsbefreiungen werden erst erteilt, wenn der Patient einen bestimmten Eigenanteil pro Jahr bereits geleistet hat. Die Summe aller Zuzahlungen (Eigenanteil f├╝r Rezeptgeb├╝hren, Praxisgeb├╝hren etc.), die man w├Ąhrend eines Jahres zu leisten hat, darf zwei Prozent des betreffenden Jahreseinkommens nicht ├╝berschreiten. Bei chronisch Kranken betr├Ągt diese Obergrenze ein Prozent. Jeder Kranke muss also zun├Ąchst 2% (bei chronisch Kranken 1 %) seines j├Ąhrlichen Einkommens f├╝r Praxisgeb├╝hren und Zuzahlungen ausgeben, erst danach kann er f├╝r den Rest des Jahres von den Geb├╝hren befreit werden.

Belege sammeln ÔÇô Sammelbelege

Sollte sich die Summe Ihrer Zuzahlungen den gesetzlich festgelegten Obergrenzen n├Ąhern, sollten Sie sich unbedingt an Ihre Krankenkasse wenden. Diese ist gesetzlich dazu verpflichtet, Sie kostenlos zu beraten.

F├╝r die Befreiung werden Eink├╝nfte und Geb├╝hren der ganzen in einem Haushalt lebenden Familie zusammengez├Ąhlt. Es liegt in Ihrem eigenen Interesse, alle Belege f├╝r Ihre Zuzahlungen bei Arznei- und Hilfsmitteln, bei Arztbesuchen, Krankenhausbehandlungen und anderen medizinischen Aufwendungen sorgf├Ąltig zu sammeln und aufzubewahren.

Es bieten sich auch Sammelbelege aus Ihrer Apotheke an, welche Sie dann erhalten k├Ânnen, wenn Sie ein Kundenkonto bei uns besitzen.

Hier finden Sie einen Zuzahlungsrechner zur Berechnung der Belastungsgrenze f├╝r GKV-Zuzahlungen.

Kontakt // ├ľffnungszeiten

Barbara-Apotheke

Apotheker
Bodo M├Âller-Holtkamp
Stefanstra├če 3
52223 Stolberg (Rhld.)

+49 2402 30388
+49 2402 3398

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