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Hallo, FrĂŒhlingssonne! Sollte ich mich nun schon eincremen?


Bild: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn

Wird die Sonne scheinen? Wird es warm genug sein fĂŒr den ersten Kaffee draußen? Diese Fragen treiben uns in diesen Tagen um, wenn wir die Wetterapp öffnen. Dort ist noch eine weitere Information zu finden, die jetzt interessant fĂŒr uns ist: der UV-Index.

Viele unterschĂ€tzen nĂ€mlich die Kraft der FrĂŒhjahrssonne. «FĂŒr den Sonnenschutz zĂ€hlt nicht, wie warm oder kalt es ist - entscheidend ist die Höhe des UV-Indexes», so Inge Paulini, PrĂ€sidentin des Bundesamtes fĂŒr Strahlenschutz (BfS). 

Der UV-Index verrĂ€t uns die StĂ€rke der UV-Strahlung der Sonne - auf einer Skala von 1 (niedrig) bis 11+ (extrem). Die Zahl gibt uns Orientierung, ob und wie wir uns vor der Sonne schĂŒtzen sollten. Denn: Deren UV-Strahlung sorgt nicht nur fĂŒr lĂ€stige SonnenbrĂ€nde, wenn sie auf ungeschĂŒtzte Haut trifft, sondern zahlt auch auf das Hautkrebsrisiko ein. 

Ab UV-Index-Werten von 3 raten Experten, Haut und Augen vor der Sonne zu schĂŒtzen. Solche mittleren Werte können laut BfS in Deutschland bereits im MĂ€rz erreicht werden. 

Der UV-Index liegt bei 3 oder mehr. Wie genau schĂŒtze ich mich? 

Also Zeit, die Sonnencreme im Badezimmerschrank wieder in die erste Reihe zu stellen: Haut, die nicht von Kleidung bedeckt ist, sollten wir dann nÀmlich eincremen. 

Die Sonnencreme sollte dabei sowohl vor UV-A- als auch vor UV-B-Strahlung schĂŒtzen und einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor mitbringen. Das BfS rĂ€t, mindestens LSF 30 zu verwenden. Kinder und alle mit einem hellen Hauttyp brauchen noch intensiveren Schutz - fĂŒr sie ist LSF 50 bzw. 50+ angesagt. 

Auch die Sonnenbrille ist nun draußen am besten wieder mit dabei. FĂ€llt UV-Strahlung ins Auge, kann es nĂ€mlich etwa zu LinsentrĂŒbungen oder NetzhautschĂ€den kommen. Wichtig: Nur wenn die Brille die Kennzeichnung UV400 hat, kann man sich auf ausreichenden Schutz verlassen. 

Ab UV-Index-Werten von 3 empfiehlt das BfS zudem, in den Mittagsstunden den Schatten zu suchen und eine Kopfbedeckung zu tragen. 

FĂŒr bestmöglichen Schutz: Was kann ich beim Eincremen beachten? 

Ist die Haut gut mit Feuchtigkeit versorgt, kann sie den Lichtschutzfaktor einer Sonnencreme besser aufnehmen. Die Dermatologin Marion Moers-Carpi rÀt daher dazu, erst einmal eine Feuchtigkeitscreme aufzutragen und sie gut einziehen zu lassen. Danach ist die Sonnencreme dran. 

Gut zu wissen: Entscheidend fĂŒr den Sonnenschutz ist die erste Creme mit Lichtschutzfaktor, die man auftrĂ€gt. Wer also eine Tagescreme mit geringem Lichtschutzfaktor nutzt und darĂŒber eine LSF-50-Sonnencreme schmiert, erhĂ€lt am Ende nur einen geringen Schutz. Daher rĂ€t Moers-Carpi zu Tagescremes ohne Lichtschutzfaktor. 

Beim Eincremen selbst werden der HautĂ€rztin zufolge NasenrĂŒcken und Ohren gerne mal vergessen. Sie sind sogenannte «Sonnenterrassen», die besonders viel Sonne abbekommen. Also: grĂŒndlich vorgehen. 

Warum bekomme ich im FrĂŒhling schneller einen Sonnenbrand als im Sommer? 

Kurz in der Sonne gesessen - direkt danach prangt ein zartes Rot im Gesicht? Die Haut ist im FrĂŒhjahr gegenĂŒber der UV-Strahlung der Sonne empfindlicher als im Sommer, weil sie ihr monatelang nur wenig ausgesetzt war. Das hauteigene Schutzschild aus Pigmentzellen - sichtbar als BrĂ€une - ist in dieser Zeit des Jahres dadurch nicht voll ausgebildet, erklĂ€rt Marion Moers-Carpi. Noch ein Grund mehr, gerade jetzt auf guten Sonnenschutz zu achten


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(02.03.2026)


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