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Medikamente im Urlaub: So schĂŒtzen Sie sich vor FĂ€lschungen


Bild: Hannes P Albert/dpa/dpa-tmn

Fiebersenker, Allergietabletten, Durchfallmittel und auch die Medikamente, die man tagtĂ€glich nimmt: Gut, wenn man fĂŒr den Urlaub genug davon eingepackt hat. 

Doch nicht jede Reiseapotheke ist perfekt. Wer im Urlaubsland Medikamente kaufen muss, sollte allerdings wachsam sein, um nicht an gefĂ€lschte oder minderwertige Arzneimittel zu geraten. Laut dem CRM Centrum fĂŒr Reisemedizin werden MedikamentenfĂ€lschungen besonders hĂ€ufig in SĂŒdostasien sowie Zentral- und Westafrika gefunden, sie kommen aber weltweit vor. 

FÀlschungen sind oft wirkungslos 

In den betroffenen PrĂ€paraten steckt in aller Regel zu wenig oder gar kein Wirkstoff. «Viele Reisende denken bei MedikamentenfĂ€lschungen vor allem an gefĂ€hrliche Inhaltsstoffe», so Prof. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM. Verunreinigungen mit schĂ€dlichen Substanzen kommen zwar vor, sind aber seltener. «TatsĂ€chlich besteht das grĂ¶ĂŸte Risiko darin, dass Arzneimittel ihre therapeutische Wirkung nicht oder nur unzureichend entfalten.» 

Drei Tipps: So geraten Sie an sichere Medikamente

Echt oder gefÀlscht? Das können Laien nur schwer beurteilen. Wer diesen drei Tipps folgt, erhöht aber die Chance, Original-Medikamente zu bekommen: 

  1. Medikamente sollte man nur in offiziellen Apotheken und Gesundheitseinrichtungen kaufen, also nicht an MarktstĂ€nden oder bei StraßenhĂ€ndlern. 
  2. Original verschlossene Blisterpackungen sollten die erste Wahl sein. Bei losen Tabletten in großen SammelbehĂ€ltern ist dem CRM zufolge das Risiko grĂ¶ĂŸer, an gefĂ€lschte oder mangelhafte Ware zu geraten. 
  3. Hilfreich ist auch ein kritischer Check der Verpackung. Ist der Karton beschÀdigt? Gibt es Rechtschreibfehler? Fehlt der Beipackzettel? All das kann auf eine FÀlschung hinweisen. 

Generell gilt: Lassen sich Herkunft und Hersteller eines Medikaments nicht eindeutig ĂŒberprĂŒfen, sollte man es nicht einnehmen und sich medizinischen Rat einholen. 

Das gilt insbesondere fĂŒr Kinder. Das CRM weist darauf hin, dass es in der Vergangenheit immer wieder FĂ€lle von verunreinigten Sirupen gegeben hat, die schwere Vergiftungen und TodesfĂ€lle zur Folge hatten.


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(08.07.2026)


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