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Wo MÀnner bei psychischer Belastung Hilfe finden können

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Erschöpft, niedergeschlagen oder einsam: Sich bei psychischen Belastungen Hilfe zu suchen, fÀllt MÀnnern hÀufig schwer. Es gibt jedoch verschiedene Hilfsangebote, die sich mitunter speziell an MÀnner richten.
«Es geht generell darum, eine Form der UnterstĂŒtzung zu finden, die zum eigenen Leben passt», sagt die Psychologin Katharina Piekorz. Entscheidend sei, aus eigenem Antrieb Probleme angehen zu wollen.
Piekorz verweist etwa auf spezielle Beratungsstellen fĂŒr MĂ€nner, niedrigschwellige Angebote wie Telefonseelsorge oder kirchliche MĂ€nnerkreise. Eine Ăbersicht zu Beratungsangeboten in unterschiedlichen Themenfeldern finden Interessierte auch auf dem bundesweiten Portal «maennerberatungsnetz.de» des Bundesforums MĂ€nner. Daneben kann auch die Hausarztpraxis Anlaufstelle sein.
Hilfe anonym möglich
Wichtig ist es Katharina Piekorz zufolge, eine Fachkraft zu finden, «mit der es zwischenmenschlich passt und wo man sich dann auch auf Augenhöhe gut begleitet fĂŒhlt».
In vielen FĂ€llen ist eine Beratung auch anonym möglich, etwa telefonisch, via Videocall ohne Kamera, Mail oder Chat. Das kann fĂŒr Betroffene manchmal entscheidend sein. «Neben der Vertraulichkeit, die ja immer gilt, brauchen manche ein besonderes MaĂ an Diskretion», stellt Piekorz fest.
Anschubsen zum Hilfe-SuchenÂ
Und auch Angehörige und Freunde können aktiv werden. Laut Piekorz sollten sie ruhig und konkret ansprechen, wenn sie VerĂ€nderungen beobachten. Ein Beispiel: «Ich merke, dass du dich verĂ€ndert hast. Du ziehst dich immer weiter zurĂŒck, du schweigst oder stĂŒrzt dich in die Arbeit. Ich mache mir Gedanken, wie es dir geht.» Dabei sollte man WertschĂ€tzung und Verbundenheit ausdrĂŒcken - etwa: «Du bist uns wichtig, wir brauchen dich, wir möchten, dass es dir gut geht.»
DarĂŒber hinaus könne man konkrete Informationen und Anlaufstellen weitergeben. «Zum Hilfe-Annehmen kann man niemanden zwingen, aber ein kleines Anschubsen darf aus meiner Sicht durchaus sein - manchmal hilft es, einen konkreten Flyer vor die Nase zu halten oder einen Link zu einem passenden Angebot zu schicken», sagt die Psychologin. «Wenn man dann ein niedrigschwelliges, mĂ€nnerfreundliches Angebot hat, kann das vielleicht die Chance erhöhen, dass es angenommen wird.»
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(26.10.2026)

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