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K.-o.-Tropfen: Warnzeichen erkennen und richtig handeln


Bild: Christian Thiele/dpa/dpa-tmn

Wenn man sich auf der Party plötzlich ganz anders fĂŒhlt als im Moment davor: K.-o.-Tropfen wirken schnell. 

Dabei handelt es sich um Drogen, die einer anderen Person ohne deren Wissen und EinverstĂ€ndnis verabreicht werden, um sie handlungsunfĂ€hig, hilflos oder willenlos zu machen. Klassischerweise schĂŒtten TĂ€ter sie ihren Opfern ins GetrĂ€nk. Üblich sind Medikamente (Narkose- und Beruhigungsmittel) oder Partydrogen wie GHB (Gamma-Hydroxybutyrat) oder GBL (Gamma-Butyrolacton), informiert die Polizei Baden-WĂŒrttemberg.

Wie erkenne ich, dass ich Opfer von K.-o.-Tropfen geworden bin?

Je nach Substanz, Dosis und Kombination mit Alkohol oder anderen Drogen ist die Wirkung unterschiedlich. Laut der Initiative «Kein K.o.» sind folgende Symptome mögliche Warnzeichen dafĂŒr, dass eine Person unter dem Einfluss von K.-o.-Tropfen steht:

  • Schwindel, Übelkeit, Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • SchweißausbrĂŒche
  • Atemnot
  • MuskelkrĂ€mpfe
  • Benommenheit, Willenlosigkeit, Kontrollverlust, Erinnerungsstörungen, «Filmriss»
  • Bei höheren Dosen: VerwirrtheitszustĂ€nde, Atemstillstand, Bewusstlosigkeit

Habe ich «nur» zu viel getrunken oder bin ich Opfer von K.-o.-Tropfen geworden?

Das lĂ€sst sich schwer beantworten. Denn die Symptome sind sehr Ă€hnlich und die K.-o.-Substanzen meist geruchs- und geschmacklos. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal kann aber sein, dass die Wirkung deutlich schneller einsetzt als bei ĂŒbermĂ€ĂŸigem Alkoholkonsum.

Die Wirkung von K.-o.-Tropfen setzt meist nach 10 bis 20 Minuten ein und kann nach Angaben der Polizei Baden-WĂŒrttemberg bis zu vier Stunden andauern.

Wie kann ich mich schĂŒtzen?

In den meisten FĂ€llen werden die Substanzen heimlich in ein GetrĂ€nk gemischt. Deshalb sollte man beim Feiern folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:

  • Von Unbekannten keine offenen GetrĂ€nke annehmen.
  • Offene GetrĂ€nke nicht unbeaufsichtigt lassen.
  • Bei AuffĂ€lligkeiten das Personal ansprechen. 

Was tun, wenn ich Opfer von K.-o.-Tropfen geworden bin?

Im Ernstfall sollte man sofort Ă€rztliche Hilfe suchen. Das ist auch fĂŒr die Sicherung von Spuren wichtig. Denn K.-o.-Tropfen können durch Urin- und Blutproben nachgewiesen werden. Wie lange ein Nachweis möglich ist, hĂ€ngt vom verwendeten Mittel ab. Einige Substanzen sind nur wenige Stunden nachweisbar.

Die Polizei rĂ€t außerdem dazu, Anzeige zu erstatten. Nur so ist es möglich, TĂ€ter zu ermitteln und mögliche weitere Opfer vor Schaden zu bewahren.

In einigen FĂ€llen folgen auf den Einsatz von K.-o.-Tropfen Gewalttaten wie sexueller Missbrauch. HĂ€ufig fĂ€llt es Opfern schwer, Anzeige zu erstatten. Gut zu wissen: In vielen StĂ€dten ist eine Spurensicherung vertraulich möglich. Das heißt: Erst wenn sich Opfer fĂŒr eine Anzeige entscheiden, wird das Material der Polizei ĂŒbergeben. Über das Hilfetelefon «Gewalt gegen Frauen» unter 116 016 oder ĂŒber www.hilfetelefon.de können Betroffene herausfinden, wer in ihrer NĂ€he eine vertrauliche Spurensicherung anbietet.


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(06.11.2026)


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