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Mini-Selbstcheck: Neige ich zu ĂŒbertriebenem Rechtfertigen?


Bild: Christin Klose/dpa-tmn

Aus einer simplen ErklĂ€rung wird bei Ihnen schnell eine kleine Verteidigungsrede, weil sie Angst haben, andernfalls falsch rĂŒberzukommen oder bewertet zu werden? Vielleicht neigen Sie zum ĂŒbertriebenen Rechtfertigen.

Wer sich hĂ€ufig unter Rechtfertigungsdruck fĂŒhlt, sollte sein Verhalten genauer beobachten. Ein Selbsttest kann bei der ersten EinschĂ€tzung helfen. Sechs Fragen sollen spontan mit «Ja» oder «Nein» beantwortet werden. Unkritisch ist es, wenn man sich höchstens einmal erkennt, wie Psychologin und Therapeutin Ulrike Bossmann erklĂ€rt. Wer zweimal oder öfter mit Ja antwortet, könnte mal genauer hinschauen, in welchen Situationen man zum Rechtfertigen neigt.

Die Fragen: 

  1. FĂŒhle ich deutliche innere Anspannung, wenn ich mich nicht erklĂ€re?
  2. ErklÀre ich mich auch dann, wenn niemand eine ErklÀrung verlangt?
  3. Dient mein ErklÀren eher meiner Beruhigung als der Information anderer?
  4. Reicht eine ErklÀrung nie wirklich aus (Gedanken kommen wieder)?
  5. Habe ich Angst, unfair, egoistisch oder schlecht zu wirken, wenn ich es nicht tue?
  6. Kreise ich innerlich weiter, selbst nachdem ich mich erklÀrt habe?

Manchmal helfen schon einfache Strategien, das Verhaltensmuster zu ĂŒberwinden. Etwa sich vorzunehmen, kurz und knapp zu bleiben (maximal ein Satz, dann nichts nachschieben) oder sich selbst mit einem mitfĂŒhlenden Satz zu stĂ€rken («Ich darf existieren, ohne mich zu erklĂ€ren»). Manchmal ist ĂŒbertriebenes Rechtfertigen aber auch Teil einer psychischen Erkrankung. Dann brauchen Betroffene unter UmstĂ€nden auch professionelle Hilfe.


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(30.04.2026)


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